Gastronomie : Nur ein Bezirk kontrolliert Rauchverbot

Das seit Jahresbeginn bestehende Rauchverbot in Gaststätten wird in den Berliner Bezirken unterschiedlich gehandhabt. Die meisten Beschwerden gibt es in Friedrichshain-Kreuzberg.

Rauchverbot Berlin
Noch wird Rauchen in Berliner Gaststätten nicht geahndet. -Foto: dpa

BerlinNur einer der zwölf Berliner Bezirke geht der Einhaltung des Rauchverbots konsequent nach. Wie der RBB-Hörfunksender Radioberlin 88,8 berichtete, gibt es in Marzahn-Hellersdorf einen Mitarbeiter, der die Einhaltung des Nichtraucherschutz in allen Restaurants, Kneipen und Diskotheken prüft. Betriebe, die gegen das Rauchverbot verstoßen, werden vermerkt und nach Ende der Kulanzzeit zum 1.Juli erneut kontrolliert.

In allen anderen Bezirken werden dem Sender zufolge Beschwerden lediglich gesammelt. Spitzenreiter sei der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit täglich bis zu zehn gemeldeten Verstößen gegen das Rauchverbot. Diese betreffen in der Regel immer die gleichen Betriebe. In allen anderen Bezirken gingen täglich ein bis zwei Beschwerden ein. Zusätzliche Mitarbeiter des Ordnungsamtes zur Kontrolle des Rauchverbots würden dort nicht eingesetzt.

Mit dem Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes am 1. Januar ist das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen, Krankenhäusern, Gaststätten und Diskotheken verboten. In Kneipen darf nur noch in abgetrennten Räumen geraucht werden. Mit dem im November beschlossenen Gesetz sollen Nichtraucher besser vor Tabakqualm geschützt werden. Nach einer sechsmonatigen Schonfrist drohen bei Verstößen Strafen von bis zu 100 Euro für Gäste und von bis zu 1000 Euro für Wirte. (küs/ddp)

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