Gerichtsbeschluss : Keine Moschee in Neukölln

Das Verwaltungsgericht Berlin hat den Bau eines islamischen Kultur- und Gebetshauses in einem Wohngebiet in Neukölln abgelehnt. Allein zum Freitagsgebet wurden bis zu 1000 Gläubige erwartet.

BerlinDas Verwaltungsgericht Berlin hat am den Bau eines islamischen Kultur- und Gebetshauses in einem
Wohngebiet in Neukölln abgelehnt. Der Verein "inssan" hatte vor Gericht auf eine entsprechende Genehmigung geklagt, wie eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sagte.

Der Verein beabsichtigte, auf einem Grundstück in der Pflügerstraße ein Kulturhaus mit Moschee, Konferenz- und Seminarräumen sowie einer Schule zu errichten. Die geplante Grundfläche sollte mehr als 8000 Quadratmeter betragen. Allein zum Freitagsgebet wurden bis zu 1000 Gläubige erwartet. Die Senatsverwaltung habe sich gegen das Vorhaben an dem geplanten Standort ausgesprochen, da es in seiner Größe nicht in einem Wohngebiet errichtet werden dürfe, betonte die Sprecherin.

Dieser Argumentation folgte den Angaben zufolge auch das Verwaltungsgericht. Kulturelle und religiöse Einrichtungen sind nach Auffassung der Richter zwar im allgemeinen Wohngebiet zulässig. Die
Größe des konkreten Vorhabens übersteige aber das dort zulässige Nutzungsmaß.

Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) begrüßte die Entscheidung des  Verwaltungsgerichts. Dadurch sei eine Klärung zur baurechtlich zulässigen Größe von Moscheebauten in Wohngebieten herbeigeführt worden. (Mit ddp)

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