Golfclub Wannsee : Nußbaum sieht keine Fehler bei Golfplatz-Verpachtung

Finanzsenator Ulrich Nußbaum hält die Entscheidung zur Verpachtung des Golfplatzes Wannsee durch seinen Vorgänger Thilo Sarrazin grundsätzlich für vertretbar. Mit der Art und Weise, wie in Berlin Grundstückswerte ermittelt werden, ist er allerdings nicht einverstanden.

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Der Golfclub Wannsee und die Umstände, unter denen der Pachtvertrag zustande kam, beschäftigt die Berliner Politik. -Foto: Steinert

Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) sieht keine Fehler bei der Verpachtung des Golfplatzes Wannsee an den dortigen Golfclub. "Das war nicht skandalfähig. Das war nachvollziehbar und vertretbar", sagte Nußbaum, nachdem er am Mittwoch dem Vermögensausschuss einen 17-seitigen Bericht über den Vorgang vorgelegt hatte. Nußbaum monierte jedoch an der grundsätzlichen Praxis in Berlin, Grundstückswerte zu ermitteln: "Das Verfahren kann man transparenter machen."

Sarrazin wird vorgeworfen, beim Abschluss des Pachtvertrages im August 2008 auf Einnahmen für das Land verzichtet zu haben. Das Land Berlin hatte dem Golfclub Wannsee das knapp 60 Hektar große Gelände für 3,04 Millionen Euro Pachtgebühr bei einer Laufzeit von 99 Jahren überlassen. Der Golfclub beglich die Pacht auf einen Schlag. Ein Verkauf des Geländes für rund 3,6 Millionen Euro war zuvor vom Abgeordnetenhaus abgelehnt worden. (ho/ddp)

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