Initiativen : Ehrung für Kämpfer gegen Rechtsextremismus

Für ihren Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit sind in Berlin drei Initiativen mit dem "Band für Mut und Verständigung" geehrt worden. Es sind junge Menschen, die sich für ein tolerantes Miteinander sowie gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit einsetzen.

BerlinFür ihren Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit sind in Berlin drei Initiativen mit dem "Band für Mut und Verständigung" geehrt worden. Hauptpreise erhielten die Fürstenwalder "Brigade 1240", die Mitbegründerin der Bürgerinitiative "Hennigsdorfer Ratschlag" Wera Quoß sowie Kazim Erdogan aus Berlin-Neukölln. Damit würden junge Menschen geehrt, die sich für ein tolerantes Miteinander sowie gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit einsetzen, sagte der Koordinator des Handlungskonzepts "Tolerantes Brandenburg", Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp.

Die Fürstenwalder "Brigade 1240" unterstützt den Angaben zufolge Opfer rechter Gewalt beispielsweise bei Behördengängen. Die Initiative "Hennigsdorfer Ratschlag" organisiert Ferienlager für Kinder von Asylbewerbern. Kazim Erdogan rief "Die Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln" ins Leben und gründete eine türkische Männergruppe, die sich unter anderem mit dem Thema häusliche Gewalt auseinander setzt.

Sonderpreise erhielten Christa Schröder für ihr Engagement in einem Asylbewerberheim in Potsdam, die Seelower Gymnasiastin Claudia Fortunato, die 2006 ein "Konzert gegen Rechts" als Antwort auf einen Naziaufmarsch initiierte, sowie Lothar Priewe, der sich seit Jahren in der Uckermark gegen Rechtsextremismus engagiert.

Die Auszeichnungen werden vom "Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit" verliehen, das 1991 auf initiative des DGB Berlin-Brandenburg als Reaktion auf fremdenfeindliche Übergriffe gegründet worden war. Dem Bündnis gehören unter anderem die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg sowie Wohlfahrtsverbände, Kirchen, die Jüdische Gemeinde und der Flüchtlingsrat an. (Mit ddp)

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