Innensenator greift an : Körting: Muslimische Gemeinden helfen nicht beim Anti-Terror-Kampf

Die muslimischen Gemeinden in Berlin beteiligen sich nach Angaben von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) noch immer nicht aktiv an der Bekämpfung des Terrorismus. "Da sind wir in den vergangenen zwei Jahren keinen Schritt vorangekommen", sagte Körting in einem Interview.

Körting Foto: dpa
Ehrhart Körting. Der Innensenator zweifelt am Kooperationswillen der muslimischen Gemeinden im Anti-Terror-Kampf. -Foto: dpa

BerlinDer Innensenator des Landes Berlin, Ehrhart Körting, zweifelt am Kooperationswillen der muslimischen Gemeinden bei der Bekämpfung des Terrorismus. Seit Jahren klagen Sicherheitsexperten darüber, dass aus den Gemeinden trotz starker Bemühungen der Behörden keinerlei Hinweise auf radikalisierte Glaubensbrüder kommen. Auch ein vor zwei Jahren in Berlin eingerichtetes anonymes Telefon für Hinweisgeber aus Muslimgemeinden hat sich bislang nicht bewährt. Körting führte dies auf eine "falsche Solidarität mit Menschen, die angeblich denselben Glauben haben", zurück.

Körting setzt auf ausdauernde Überzeugungsarbeit. "Wir können die Menschen ja nicht zwingen, uns zu helfen", betonte er. Er weise bei Gesprächen mit Muslimvertretern immer wieder darauf hin, dass Terrorakte für die Gemeinden eine noch größere Gefahr seien als für den Staat. Körting betonte: "Es gilt, den Menschen klar zu machen, dass jeder Anschlag die Position ihres Glaubens schwächt. Eine Religion kann nur überleben, wenn sie es schafft, solche Auswüchse eindeutig auszugrenzen." (jg/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar