Integrationsgipfel : Wowereit: Berlin hat Zukunft als Einwandererstadt

Klaus Wowereit, Berlins Regierender Bürgermeister, hält die verstärkte Einbeziehung der Eltern von Migranten für einen wichtigen Schritt im Rahmen der Integration.

Klaus Wowereit
Klaus Wowereit: Berlins Potential als Einwanderungsstadt stärken.Foto: ddp

Berlin Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sieht die erfolgreiche Integration von Migranten als Voraussetzung für den sozialen und ökonomischen Fortschritt der Hauptstadt. "Berlin hat Zukunft als Einwandererstadt", sagte er auf einem Integrationsgipfel im Roten Rathaus. Er forderte die in der Stadt lebenden Einwanderer auf, ihre kulturelle Individualität einzubringen.

Wowereit kündigte an, dass sich der Senat noch in diesem Jahr mit einer Bundesratsinitiative für das kommunale Wahlrecht von Nicht-EU-Bürgern einsetzen werde. Zugleich betonte er, dass die Verbesserung der Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten ein zentraler Integrationsbaustein sei. Derzeit würden jährlich lediglich 800 Migranten in Berlin das Abitur machen. Zukünftig sollten deshalb vor allem die Sprachförderung verbessert und die Eltern verstärkt in den Bildungsprozess einbezogen werden. Wowereit sprach sich zudem für freie Religionsausübung in der Stadt aus.

Es sei "ein Wahnsinn zu glauben, den Bau von Gotteshäusern verhindern zu können". Wowereit betonte, dass Fundamentalismus "strafrechtlich konsequent" bekämpft werde. Zugleich räumte er ein, dass es in der Stadt auch ernste "Tendenzen zur Ausgrenzung" gebe. Gerade in Bezirken, in denen Rechtsextreme in den Parlamenten säßen, gebe es solche Probleme. Deshalb sei der Kampf gegen Rechts auch Teil des neuen Integrationskonzeptes des Senats. Die Landesregierung setze sich weiter für ein Verbot der NPD ein, aber die Stadt insgesamt müsse auch ihre "interkulturelle Kompetenz" stärken. (mit ddp)

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