Islamkritische Partei : Die "Freiheit" will sich zur Wahl stellen

Die von CDU-Aussteiger René Stadtkewitz gegründete Partei „Die Freiheit“ will am kommenden Dienstag ihren ersten Landesparteitag veranstalten. Vor allem im Umgang mit dem politischen Islam will Stadtkewitz eine kritischere Auseinandersetzung.

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Dabei sollen Formalien geregelt werden: Die von dem ehemaligen CDU-Mitglied René Stadtkewitz und einigen Mitstreitern gegründete Partei muss ihre Teilnahme an den Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen beschließen. Außerdem soll die Satzung des Landesverbandes, derzeit 200 Mitglieder stark, verabschiedet werden.

Stadtkewitz hatte die Partei im September ins politische Leben gerufen. Der konservative und islamkritische frühere CDU-Politiker aus Pankow reagierte damit auf die Entwicklung der CDU. Die hat sich nach seiner Meinung zu weit von konservativen Werten entfernt. Vor allem im Umgang mit dem politischen Islam will Stadtkewitz eine kritischere Auseinandersetzung.

Anders als die radikalen Islamgegner von „Pro Deutschland“ und „Pro Berlin“ strebt der Gründer der „Freiheit“ nach eigenen Angaben eine liberale Bürgerrechtspartei an, die sich mit den Werten der Aufklärung identifiziert. Bei der Gründung der Freiheit betonte Stadtkewitz, er habe nichts gegen den Islam als Religion, aber umso mehr gegen den politischen Islam als totalitäre Ideologie.

Zu großer Aufmerksamkeit kam er dann aber durch eine Veranstaltung mit dem niederländischen Islamgegner Geert Wilders. Die Programmdebatte in der „Freiheitspartei“ läuft. Mitgründer Aaron Koenig, vormals Piratenpartei, engagiert sich weiterhin und erklärt, der Partei gehe es vor allem um die „freie Gesellschaft“ und die „Werte der Aufklärung“.

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