Kriminalität : Körting: Jugendgewalt energisch bekämpfen

Bei der Eröffnung des Polizeikongresses hat der Berliner Innensenator Ehrhart Körting angekündigt, gegen Gewalttaten von Jugendlichen energisch vorzugehen. Insbesondere Intensivtäter seien für einen Großteil der Straftaten verantwortlich zu machen.

Ehrhart Körting
Ehrhart Körting: Der Berliner Innensenator will energisch gegen jugendliche Gewalttäter vorgehen. -Foto: ddp

BerlinBerlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat die Bedeutung des Kampfes gegen die verbreitete Jugendgewalt betont. Die Kriminalität junger Menschen in Berlin erreiche immer noch ein "hohes Niveau", sagte Körting am Dienstag bei der Eröffnung des Europäischen Polizeikongresses im Kongresszentrum am Alexanderplatz. Besonders die Gewalttaten von Jugendlichen hätten in den vergangenen Jahren zugenommen. Allerdings sei eine "zahlenmäßig eher kleine Gruppe" von 500 sogenannten Intensivtätern für einen großen Anteil dieser Taten verantwortlich.

Am Montag sind nach einer Kundgebung vor der rumänischen Botschaft gegen den Polizeikongress elf Personen vorübergehend festgenommen worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatten am Abend rund 50 Menschen vor der Botschaft an der Ecke Dorotheen-/Neustädtische Kirchstraße protestiert. 15 von ihnen prügelten anschließend im Bahnhof Friedrichstraße mit einem überdimensionierten aufblasbaren Plastikschlagstock aufeinander ein. Dabei kam es zu Festnahmen. Zwei Beamte erlitten leichte Verletzungen. Gegen fünf Personen wurden Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

In der rumänischen Botschaft hatte am Montagabend ein Empfang zum 12. Europäischen Polizeikongress stattgefunden, der am Dienstag im Berliner Congress Center (BCC) begonnen hat. Bei dem zweitägigen Kongress beraten rund 1800 Sicherheitsexperten und hochrangige Polizisten aus 60 Nationen bis Mittwoch über "Europäische Sicherheit im 21. Jahrhundert". Der Kongress gilt als Plattform für die Führungsebene der europäischen Polizeien. Für Dienstagabend ist eine zweite Demonstration angekündigt. Die Route sollte vom Kottbusser Tor zum Alexanderplatz führen. (jm/dpa)

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