Landeselternausschuss : Schlechtes Zeugnis für Bildungssenator Zöllner

Lehrermangel, Unterrichtsausfälle: 18 Monate nach dem Amtsantritt von Bildungssenator Zöllner zieht der Landeselternausschuss eine ernüchternde Bilanz.

Berlin Der Landeselternausschuss hat Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) 18 Monate nach dessen Amtsantritt ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Das Resümee zu Zöllners Arbeit falle ernüchternd aus, selten habe sich ein Bildungssenator "so wenig für Bildung interessiert", kritisierte der Vorsitzende des Landeselternausschusses, André Schindler, am Samstag in Berlin. Mit der Weiterführung von Reformen und notwendigen Verbesserungen werde es bei diesem Senator wohl nichts werden.

Nach Auffassung des Landeselternausschusses hat es die Senatsbildungsverwaltung bis heute nicht geschafft, das Dauerproblem Unterrichtsausfall zu lösen. Dies bestätige auch der Bericht des Landesrechnungshofes, der feststelle, dass Unterrichtsausfall auch durch Organisationsdefizite in einzelnen Schulen entsteht.

Schindler forderte, dass die Schulen in diesem Jahr endlich frühzeitig über die künftige Personalausstattung informiert werden sollten. Sechs Wochen vor Beginn der Sommerferien herrsche hierüber jedoch "völlige Ungewissheit".

Das Gremium bemängelte außerdem, dass die Gewährung des im Dezember 2007 beschlossenen Essenszuschusses an gebundenen Ganztagsschulen von der Senatsverwaltung bis heute nicht geregelt sei. Die einzige wirkliche Verbesserung durch die Entscheidungen des Senators sei die Bereitstellung von 200 zusätzlichen Erziehern, betonte Schindler. (ho/ddp)

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