Lehrer-Tarife : GEW nennt Körtings Angebot eine "Provokation"

Ein Treffen zwischen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und Innensenator Ehrhart Körting über einen Tarifvertrag für angestellte Lehrer ist ergebnislos verlaufen.

BerlinEin Treffen zwischen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Innensenator Ehrhart Körting (SPD) über einen Tarifvertrag für angestellte Lehrer ist ergebnislos verlaufen. GEW-Landeschefin Rose-Marie Seggelke bezeichnete das Gespräch mit dem Senator als "verheerend" und sein Angebot als "Provokation". Die Lehrer seien gegenüber anderen Angestellten des öffentlichen Dienstes benachteiligt. Die Gespräche sollten am 17. September fortgesetzt werden.

Nach Darstellung von Senatssprecherin Nicola Rothermel hat Körting den Lehrern ein "konkretes Angebot" zum Beitritt in den
Anwendungstarifvertrag der Angestellten des öffentlichen Dienstes aus dem Jahr 2003 unterbreitet. Demnach würden die Lehrer ab 1. Februar 2008 eine Gehaltserhöhung von 4,4 Prozent erhalten. Allerdings müssen sie im Gegenzug, wie im Soldidarpakt mit allen Angestellten vereinbart, befristet bis 31. Januar 2010 auf zehn bis zwölf Prozent ihres Einkommens verzichten.

Alle Beamten und Angestellten des Öffentlichen Dienstes hätten 2003 den Solidarpakt über sich ergehen lassen und Einkommenseinbußen hingenommen, nur die Lehrer nicht, sagte Rothermel. "Wir können für die Lehrer aber keinen Sonderweg gehen." (mit ddp)

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