Mindestlohn-Streit : Thilo Sarrazin zeigt sich reuig

Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin ließ über seine Sprecherin am Donnerstag verkünden, dass er seine Äußerung bedauert. Er hatte gesagt, er persönlich würde für einen Mindestlohn von fünf Euro arbeiten - und damit harsche Kritik auch von der eigenen Partei geerntet.

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Thilo Sarrazin in der Kritik -Foto: dpa

BerlinEs sei nicht seine Absicht gewesen, seiner Partei zu schaden, ließ Sarrazin am Donnerstag über seine Sprecherin Kristina Tschenett mitteilen. Die Sozialdemokraten fordern einen Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde. Seine Sprecherin sagte, Sarrazin wolle künftig bei seinen Äußerungen mehr Augenmaß und mehr Sensibilität für die Befindlichkeiten der Partei an den Tag legen. Er nehme die Kritik der Partei ernst. Vertreter der SPD-Linken hatten die Ablösung des Senators gefordert.

Sarrazin hatte auf die Frage, welches sein persönlicher Mindestlohn pro Stunde sei, im Politikmagazin "Cicero" geantwortet: "Für fünf Euro würde ich jederzeit arbeiten gehen. Das wären 40 Euro pro Tag." Später fügte er hinzu, gemeint sei ein Nettolohn. Fünf Euro netto entsprechen etwa sechs Euro brutto. (imo/dpa)

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