Nach Tagesspiegel-Interview : SPD-Landeschef Müller kritisiert linke Bürgermeisterin

Michael Müller kritisiert die Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich. Sie würde die DDR verklären und zeige durch Aussagen wie "Es fällt mir schwer, zu sagen: Das ist mein Land" eine "seltsame Distanz" zur Bundesrepublik.

Der SPD-Landeschef wirft der Lichtenberger Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich (Linke) vor, die DDR zu verklären. Die Politikerin zeige auch eine „seltsame Distanz“ zur Bundesrepublik, erklärte Michael Müller und bezog sich auf ein Tagesspiegel-Interview mit Emmrich. Darin hatte die Kommunalpolitikerin, die sei 2002 Bürgermeisterin von Lichtenberg ist, gesagt, der zunehmende Gegensatz zwischen Arm und Reich mache es ihr schwer, sich mit der Bundesrepublik zu identifizieren. „Es ist schon mein Land“, hatte Emmrich gesagt, „aber ich möchte nicht, dass es so bleibt, wie es ist. Ich möchte es verändern, hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit.“ Müller sagte dazu, er vermisse „das eindeutige Bekenntnis zur Demokratie, für die sie auch als Politikerin steht“. Kritikwürdig fand Müller außerdem Emmrichs Worte zur Reglementierung des Studiums in der DDR. Sie zeige „eine irritierende Ignoranz gegenüber den vielen“, die die DDR als „repressiven Überwachungsstaat“ kennengelernt hätten. wvb

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