Öffentlicher Dienst : 2000 Landesbeschäftigte demonstrieren für mehr Geld

Unter dem Motto "Mehr muss her, denn jetzt sind wir dran..." haben rund 2000 Beschäftigte Lohnerhöhungen von Innensenator Körting gefordert. Sie wollen vor dem Beginn von Tarifgesprächen ein Zeichen setzten.

Demo
Fühlen sich ungerecht behandelt: Die Berliner Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes. -Foto: dpa

BerlinRund 2000 Beschäftigte des Landes Berlin haben am Morgen vor dem Haus der Senatsinnenverwaltung in Mitte für mehr Lohn demonstriert. Unter dem Motto "Mehr muss her, denn jetzt sind wir dran..." sei vor Beginn von Tarifgesprächen dem Verhandlungsführer des öffentlichen Dienstes, Innensenator Ehrhart Körting (SPD), "ein entsprechender Empfang" bereitet worden, sagte eine Verdi-Sprecherin. Zwei als Körting und Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) verkleidete Beschäftigte schütteten symbolisch einen Geldregen über den Demonstranten aus. Nach Angaben der Verdi-Sprecherin waren ursprünglich lediglich 500 Beschäftigte zu der Protestaktion erwartet worden.

In allen anderen Bundesländern gibt es der Gewerkschaft zufolge in diesem oder den kommenden Jahren Einmalzahlungen oder Gehaltserhöhungen für die Beschäftigten. Manche Länder gewährten zudem Einkommenszuwächse.

In Berlin sind nach Gewerkschaftsangaben seit 2003 Stellenabbau, Arbeitsverdichtung und Einkommenskürzungen der "Dank für geleistete Arbeit". Trotz der zunehmenden Steuereinnahmen sei das Land nicht bereit, Gehaltserhöhungen zu gewähren. Zugleich fordert ver.di vom Senat, den Auszubildenden in den Senats- und Bezirksverwaltungen bessere Übernahmechancen zu bieten. (mit ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar