Öffentlicher Dienst : Angestellte Lehrer für Streik

An Berliner Schulen wollen nun auch die angestellten Lehrer für angemessene Löhne streiken. Der erste Ausstand ist vom 13. bis zum 16. Oktober angekündigt.

BerlinDer Arbeitskampf im öffentlichen Dienst Berlins wird ausgeweitet. Fast 92 Prozent der angestellten Lehrer haben in der zweiwöchigen Urabstimmung für einen Streik votiert, teilt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Mittwoch mit. Um ihre Forderungen durchzusetzen, wollen die Lehrer gegebenenfalls in einen unbefristeten Ausstand treten.

Das Ergebnis der am Dienstag zu Ende gegangenen Urabstimmung zeige, dass sich die 5000 angestellten Lehrer an Berliner Schulen "nicht mit Almosen abspeisen lassen", erklärte GEW-Landeschefin Rose-Marie Seggelke. Im Vergleich zu anderen Lehrkräften erhielten die Berliner eine "miese Bezahlung". Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) müsse sich fragen, wie er überhaupt noch junge Lehrer für Berlin gewinnen wolle, so Seggelke.

Die angestellten Lehrer waren laut Gewerkschaft bislang die einzige Gruppe im öffentlichen Dienst, bei der noch keine Urabstimmung durchgeführt wurde. Im Tarifkonflikt um höhere Löhne und Gehälter für die Landesbediensteten haben sie sich bislang lediglich an Warnstreiks beteiligt. Nach Abschluss des so genannten Überleitungstarifvertrages sei die Urabstimmung nun nachgeholt worden, sagte ein GEW-Sprecher. Die angestellten Lehrkräfte wollen erstmals vom 13. bis zum 16. Oktober in einen längeren Ausstand treten. Von dem viertägigen Streik soll der gesamte öffentliche Dienst betroffen sein. (jar/ddp)

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