Öffentlicher Dienst : Gewerkschaften weiten Streik aus

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes geben die Gewerkschaften nicht einfach kampflos auf. Sie wollen nun ihren Forderungen mit einer Verschärfung der Arbeitsniederlegungen Nachdruck verleihen.

BerlinDa sich der Senat stur stelle, seien weitere Aktionen unausweichlich, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Astrid Westhoff am Dienstag. Die Gewerkschaften seien natürlich bereit, wieder zu verhandeln, wenn ein entsprechendes Angebot vorliege. Es liege jetzt am Senat, die weitere Eskalation der Auseinandersetzung zu stoppen.

Zurzeit sind laut Verdi bereits die Beschäftigten der Ordnungsämter, der Bußgeldstellen sowie die Besatzungen der Radarwagen im Ausstand. Von Montag an würden zudem die Bürgerämter zunächst außer freitags streiken, ab 2. Oktober dann unbefristet. In der Woche vom 13. Oktober bis zum 16. Oktober seien alle Bereiche des öffentlichen Dienstes einschließlich der Kitas und der Schulhorte zu Streiks aufgerufen.

Die Gewerkschaften verlangen vom Senat eine Lohnerhöhung von 2,9 Prozent sowie drei Einmalzahlungen von insgesamt 900 Euro. Nachdem die Gewerkschaften die Gespräche Mitte Juli für gescheitert erklärt hatten, beschloss der Senat, dass die Landesbeschäftigten für dieses und nächstes Jahr Einmalzahlungen in Höhe von jeweils 300 Euro erhalten. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hatte kürzlich neue Gespräche vor 2010 ausgeschlossen. (imo/ddp)

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