Öffentlicher Dienst : Streik in Berlin wird ausgesetzt

Im Streit um die Bezahlung der Angestellten im öffentlichen Dienst könnte es eine baldige Einigung geben. Seit Dienstagnachmittag verhandeln Senat und Gewerkschaften wieder miteinander. Ein erstes Ergebnis gibt es schon: Der Streik wird ab Donnerstag ausgesetzt.

Sigrid Kneist

Nach vier Monaten Pause haben sich am Dienstagnachmittag Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und die Vertreter von Verdi, der Lehrergewerkschaft GEW und der Polizeigewerkschaft GdP wieder an den Verhandlungstisch gesetzt. Laut Körting legt der Senat ein neues Angebot vor. Details nannte der Senator aber nicht. Zuvor hatte sich bereits die gemeinsame Tarifkommission der Gewerkschaften  in Körtings  Amtssitz, dem Alten Stadthaus an der Klosterstraße in Mitte, zu Beratungen getroffen und ihre Strategie festgelegt. Seit Anfang der Woche haben die Gewerkschaften den Druck auf den Senat erhöht, indem sie den Streik im öffentlichen Dienst ausweiteten. Die Gewerkschaften fordern drei Einmalzahlungen von je 300 Euro und eine Gehaltserhöhung von 2,9 Prozent für die Arbeiter und Angestellten im Landesdienst. Der Senat will den 109 000 Beschäftigten in den Jahren 2008 und 2009 jeweils 300 Euro zahlen. Darüberhinaus ist jetzt die Zahlung von monatlichen Sockelbeträgen im Gespräch. Aus Gewerkschaftskreisen hieß es, dass der Streik am Donnerstag vorläufig beendet werden könnte, wenn die Verhandlungen konstruktiv verliefen.

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