Öffentlicher Dienst : Verdi fordert Übernahme von Tarifkompromiss für Beamte

Mitte letzter Woche haben sich die Gewerkschaften mit dem Senat auf einen Tarifkompromiss für die öffentlichen Angestellten geeinigt. Jetzt geht es um die einfachen und mittleren Beamten - die Forderungen sind dieselben.

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Leistung kostet - und zwar rund 57 Millionen als bisher. -Foto: dpa

BerlinDie Dienstleistungsgewerkschaft verdi hat eine Übernahme des Tarifkompromisses für die Landesbeschäftigten auf die Beamten gefordert. "Wir erwarten die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamten sowie Pensionäre", sagte der Vorsitzende des verdi-Landes-Beamtenausschusses, Uwe Januszewski, am Montag. Gerade die Beamten im einfachen und mittleren Dienst hätten eine dauerhafte Erhöhung ihrer Besoldung verdient. Hier dürfe der Senat "nicht untätig bleiben".

Die verdi-Landesbezirksleiterin Susanne Stumpenhusen fügte hinzu, die geplanten zwei Einmalzahlungen von jeweils von 300 Euro für Beamte und von 150 Euro für Pensionsempfänger im Dezember 2008 und 2009 seien kein Ausgleich für gestiegene Lebenshaltungskosten. Sie führten vielmehr zu einem Einkommensunterschied zwischen Berliner Beamten sowie denen anderer Länder und dem Bund von bis zu neun Prozent.

Mehrausgaben in Höhe von 57 Millionen Euro

Senat und Gewerkschaften haben sich am Mittwoch vergangener Woche auf eine Einkommenserhöhung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst geeinigt. Ab Juni 2009 erhalten die Mitarbeiter einen monatlichen Sockelbetrag von 65 Euro zusätzlich zu ihrem bisherigen Gehalt. Dafür verzichten sie auf eine bereits zugesagte Einmalzahlung von 300 Euro für das Jahr 2009.

Für die Beamten sowie aktive Richter hatte der Senat Ende August für dieses und nächstes Jahr eine Erhöhung der jährlichen Sonderzahlung von derzeit 640 auf jeweils 940 Euro beschlossen. Pensionäre erhalten je 470 statt bislang 320 Euro. Durch die Anhebung der Sonderzahlungen ergeben sich für das Land Mehrausgaben von insgesamt knapp 57 Millionen Euro. (ah/ddp)

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