Rede vor Neonazis : Staatsanwaltschaft prüft Aussagen von Schweriner NPD-Fraktionschef

Bei einer Rede vor 250 Neonazis hat sich der NPD-Landtagsfraktionschef Udo Pastörs möglicherweise zu weit aus dem Fenster gelehnt. Die Staatsanwaltschaft prüft, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten.

NPD Pastörs
Der Schweriner NPD-Fraktionschef Udo Pastörs -Foto: ddp

PotsdamDie Potsdamer Staatsanwaltschaft prüft weiterhin Redepassagen des Schweriner NPD-Landtagsfraktionschefs Udo Pastörs bei einem Partei-Aufmarsch in Rathenow auf mögliche strafbare Inhalte. "Wir haben einen so genannten Überprüfungsvorgang angelegt", teilte ein Sprecher der Behörde mit.

Die Prüfungen seien "noch nicht abgeschlossen", so der Sprecher weiter. Es werde noch einige Zeit dauern, bis ein Ergebnis vorliege. Davon hänge ab, ob überhaupt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werde.

Pastörs hat laut einem Mitschnitt des NDR vor einer Woche in Rathenow vor 250 Neonazis gesagt, wenn die NPD an die Macht gelange, dann bestehe die Verpflichtung, "jene einer gerechten Strafe zuzuführen", die Verantwortung für die Politik tragen. Die "herrschende Klasse" würde Wind sähen und Sturm ernten. "Lasst uns Sturm sein!", rief Pastörs. Nur wer kämpfe, habe die Chance auf Sieg. Die Armee soll nach seinen Worten wieder "Wehrmacht", nicht mehr Bundeswehr heißen. (mit ddp)

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