Schwarzarbeit : IG Bau fordert mehr Zollfahnder für Berlin

Die Ermittlungsbilanz 2008 der Berliner Zollfahndung liest sich nicht schlecht: 5180 Verfahren wegen Schwarzarbeit, Bußgeld in Millionenhöhe. Damit das so bleibt, fordert die IG Bau nun mehr Personal.

BerlinDer Bezirksverband Berlin der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) fordert eine Aufstockung der Zollfahnder in der Region. Die Bekämpfung illegaler Beschäftigung sei weiterhin eine große Herausforderung, wie die Gewerkschaft am Montag mit Verweis auf die Ermittlungsbilanz 2008 des Hauptzollamtes Berlin mitteilte. Werde nicht mehr Personal bereitgestellt, drohten weniger Kontrollen von Schwarzarbeit.

Nach Angaben der IG Bau leitete die Zollfahndung in Berlin im vergangenen Jahr über 5180 Ermittlungsverfahren wegen illegaler Beschäftigung ein. Insgesamt seien dabei Bußgelder in Höhe von knapp fünf Millionen Euro verhängt worden. Angesichts dieser Zahlen forderte der Berliner IG-Bau-Vorsitzende Lothar Nätebusch den Einsatz zusätzlicher Fahnder bei der für die Region zuständigen Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). Diese habe in der Vergangenheit mehr Aufgaben bekommen, wie beispielsweise die Kontrolle von Mindestlöhnen. "Das schreit nach mehr Personal", betonte Nätebusch.

Insbesondere der Bau sei von "kriminellen Machenschaften" durch Schwarzarbeitsfirmen betroffen, teilte die Gewerkschaft weiter mit. Der Kampf gegen Illegalität und Kriminalität in der Wirtschaft müsse daher intensiviert werden, sagte Nätebusch. Lohn-Dumping-Firmen und Betriebe, die Sozialabgaben nicht abführten oder Steuern hinterzögen, dürften bei Bauvorhaben in der Region keine Chance mehr haben. (am/ddp)

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