Sicherheit : Berliner stehen auf Videoüberwachung

Angst vor mehr Videoüberwachung haben Berliner anscheinend nicht - im Gegenteil: Einer Umfrage zufolge finden es über 80 Prozent der Hauptstädter gut, dass U-Bahnen und Bahnhöfe ausführlich per Video überwacht werden.

BerlinIhre Persönlichkeitsrechte verletzt sahen dagegen rund 15 Prozent der Befragten des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Sie sind dagegen, dass die Polizei stärker auf die Videokameras im öffentlichen Nahverkehr zugreifen kann. Durch eine vom Senat geplante Änderung des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes (ASOG) sollen die Ordnungshüter die spezielle Befugnis erhalten, selber Videoaufnahmen und -aufzeichnungen in Räumen des öffentlichen Nahverkehrs zu machen. Hierdurch sollen Terroranschläge verhindert und Rauschgiftkriminalität bekämpft werden.

Der Umfrage im Auftrag der "Berliner Zeitung" zufolge sind die Berliner ebenfalls für eine Ausweitung der Handy-Ortung. 37 Prozent der 1002 Befragten sagen, dass die Ortung von Handys bei allen kriminellen Vorfällen erleichtert werden solle. Weitere 39 Prozent der Berliner sind der Ansicht, dass die Handy-Ortung erlaubt werden soll, aber nur bei Straftätern auf richterliche Anordnung. 16 Prozent sprachen sich dafür aus, dass das Anpeilen eines Mobiltelefons nur zulässig sein soll, wenn es um das Auffinden von vermissten oder suizidgefährdeten Personen geht, wie es in der Gesetzesnovelle des Senats vorgesehen ist. Sechs Prozent der Befragten sind generell gegen eine Vereinfachung der Handy-Ortung. (mit ddp)

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