Sponsoring : Bezirk sucht Werbepartner für Spielplätze

Nutella-Spielplatz, Pampers-Krabbelkiste, McDonald's Farm? - an Namen wie diese müssen sich Eltern und Kinder in Charlottenburg-Wilmersdorf wahrscheinlich bald gewöhnen.

Henning Onken
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Spielplatz auf dem Boxhagener Platz in Friedrichshain -Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Als erster Berliner Bezirk lässt sich ab heute Charlottenburg-Wilmersdorf auf ein umfassendes Sponsoring von Spielplätzen ein. Nach Vorbild einer Idee aus den Vereinigten Staaten sollen Firmen, Einzelpersonen und Organisationen auf den 130 Spielplätzen des Bezirks werben.

Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) plant dabei weitreichende Zugeständnisse an die Sponsoren. Werber sollen unter anderem die Möglichkeit erhalten, Schilder am Eingang eines Platzes anzubringen, Firmen-Maskottchen aufzustellen oder dem Spielplatz einen Namen zu geben. Der Platz könne dann nach der Firma heißen, sagte Gröhler tagesspiegel.de

Keine Zigarettenwerbung

Der Bezirk hat die jährliche Pflege der 130 Spielplätze im Amtsblatt ausgeschrieben und bittet Firmen, sich zu melden. Je nach Größe des Platzes kostet die Pflege zwischen zwischen 6000 und 10.000 Euro. Eine Hotline für interessierte Unternehmen ist bereits geschaltet.

Beim Sponsoring soll allerdings nicht jede Firma zum Zug kommen dürfen. Zigarettenwerbung etwa wird es auf den Spielplätzen im Bezirk nicht geben, so Gröhler gegenüber der "Bild"-Zeitung. Charlottenburg-Wilmersdorf hatte erst vor kurzem durch ein Alkoholverbot auf Spielplätzen Aufmerksamkeit erregt.

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