Sportplätze : Bezirk Mitte droht Rechtsstreit um Poststadion

Eigentlich wollte das Bezirksamt Mitte mit einem Bebauungplan sicherstellen, dass die Sportplätze am Poststadion auch in Zukunft genutzt werden können. Doch jetzt sieht sich die Behörde durch Pläne eines Investors ausgebremst.

BerlinDurch den Verkauf von Grundstücken an der Seydlitzstraße und der Lehrter Straße in Tiergarten sowie die Pläne eines Investors, der dort Reihenhäuser bauen will, sieht die Behörde ihre Pläne gefährdet. Wohnen und Sport vertragen sich wegen des zu erwartenden Lärms nicht.

Der Investor droht mit einer Klage, der Bezirk steckt in einem Dilemma. Am Standort Nordbahnhof können keine Sportplätze angelegt werden, weil die Reste der dortigen ehemaligen Hinterlandmauer als Mahnmal der deutschen Teilung erhalten bleiben sollen. Am Köllnischen Park sind Sportplätze wegen der Lärmbelästigung auch nicht zu realisieren. Nun drohen am Standort Poststadion die Pläne zu scheitern, obwohl die Sportplätze dort seit Jahrzehnten genutzt werden. „Wir versuchen mit dem Bund und dem Investor zu verhandeln“, sagt Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD). Der Bezirk wünscht sich ein Hotel mit Sportbezug. „Dort könnten Mannschaften wohnen, die zu Turnieren in der Stadt sind“, sagt der Stadtrat. Und die störten sich nicht am Lärm. oew

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