Stadtplanung : Senat entscheidet im März über Zukunft des ICC

Gerangel ums ICC: Die SPD will das Gebäude sanieren, Wirtschaftssenator Wolf neu bauen. Im März will der Berliner Senat die Entscheidung treffen.

ICC
Wahrzeichen: Seit 28 Jahren ist das ICC Veranstaltungsort für Messen und Kongresse. Seine Zukunft ist ungewiss -Foto: Mike Wolff

Berlin Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) und Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) legen im März einen gemeinsamen Vorschlag vor. Zugleich werde dabei die Zukunft der Deutschlandhalle geklärt, kündigte Wolf an. Wolf hatte in der Vergangenheit für den Abriss des sanierungsbedürftigen Gebäudes, das für die Messe GmbH nicht nutzbar ist, und einen Ersatzbau für den Eissport auf dem Olympiagelände plädiert.

Beim ICC sprachen sich Wolf und die Messe GmbH bisher ebenfalls für einen Neubau, die SPD für die Sanierung des Gebäudes bei laufendem Betrieb aus. Auf Druck der Sozialdemokraten hatte der Senat Mitte 2007 weitere Gutachten in Auftrag gegeben, obwohl es schon mehrere Expertisen gibt. Die SPD zweifelt aber an den früheren Kostenschätzungen, wonach ein Neubau deutlich preisgünstiger ist als die Sanierung des rund 30 Jahre alten Komplexes in Charlottenburg.

Das für den Westteil der Stadt symbolträchtige ICC ist in seiner jetzigen Form wirtschaftlich nicht zu betreiben, deshalb muss sein Unterhalt jährlich mit einem Millionenbetrag aus dem Landeshaushalt bezuschusst werden. (küs/ddp)

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