Streik-Aktion : FDP-Geschäftsstelle wird zur Kita

Sollten die Erzieherinnen nächste Woche die Bilderbücher gegen die Streikplakate tauschen, will die FDP einspringen. In der Geschäftsstelle der Partei regieren dann zwei Tage lang die Kinder.

BerlinKinderbetreuung statt Politik: Sollten sich die Berliner Erzieherinnen nächste Woche wie angekündigt an den Streiks im Öffentlichen Dienst beteiligen, wird die FDP-Bundesgeschäftsstelle in eine Kita umfunktioniert.

Unter der Weigerung des Senats, Erzieher höher zu bezahlen und Bildungseinrichtungen besser auszustatten, dürften nicht die Berliner Kinder und deren berufstätige Eltern leiden, sagte FDP-Sprecher Robert von Rimscha am Freitag. Daher biete die Partei im Thomas-Dehler-Haus in der Reinhardtstraße 14 am Dienstag und Mittwoch kommender Woche eine Kinderbetreuung mit ausgebildeten Erziehern an.

Streiks könnten noch ausgesetzt werden

Der seit Ende April andauernde Streik im öffentlichen Dienst Berlins soll in der nächsten Woche auf die landeseigenen Kitas und Schulhorte ausgedehnt werden. Die Erzieher sind für Dienstag und Mittwoch zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Möglich ist allerdings, dass der Ausstand noch ausgesetzt wird. Vertreter der Gewerkschaften Verdi, GEW, GdP und IG BAU trafen sich am Freitag mit Innensenator Ehrhart Körting (SPD) zu Gesprächen über die Aufnahme von neuen Tarifverhandlungen. Der Senator hatte am Mittwoch erstmals ein konkretes Angebot vorgelegt, das Einmalzahlungen in Höhe von insgesamt 450 Euro vorsieht. (kda/ddp)

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