Streit über Auszeichnung : Linke akzeptiert Ehrung Diepgens

Der Ehrung des ehemaligen Berliner Regierenden Bürgermeisters Diepgen mit dem Verdienstorden der Hauptstadt steht nichts mehr im Wege. Die Linksfraktion sieht den Vorschlag "mehrheitlich sehr skeptisch", akzeptiert aber die Senatsentscheidung.

Eberhard Diepgen
Eberhard Diepgen kann sich freuen. -Foto: Thilo Rückeis

BerlinDie Linke, die seit 2002 mit den Sozialdemokraten regiert, wirft dem CDU-Politiker Diepgen vor allem eine hohe Mitverantwortung für die extreme Verschuldung Berlins vor. Dagegen sagte Senatssprecher Michael Donnermeyer, es sei "eine Frage von Stil und Größe, jenseits vergangenen politischen Streits persönliche Verdienste für Berlin anzuerkennen". Diese Größe sollte man haben.

Diepgen war von 1984 bis 1989 und von 1991 bis 2001 Regierungschef in Berlin. Er musste mit dem Ende der Koalition von CDU und SPD abtreten, die am Bankenskandal und einer CDU-Parteispendenaffäre zerbrochen war.

Der Verdienstorden wird seit 1987 jährlich am 1. Oktober, dem Tag der Verfassung, verliehen. Geehrt werden jeweils zehn Personen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, die sich besondere Verdienste um die Stadt erworben haben. Die Entscheidung trifft der Senat auf Vorschlag des Regierenden Bürgermeisters. (mit ddp)

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