Tagesbetreuung : Kita-Gebühren vergleichsweise niedrig

Plätze in Berliner Kindertagesstätten sind im Vergleich zu anderen deutschen Kommunen günstig. Doch die geringen Beiträge gelten nicht für alle. Die Gebühren sind abhängig vom Einkommen der Eltern.

BerlinBerliner Kita-Gebühren sind im Vergleich der 100 bevölkerungsreichsten deutschen Kommunen verhältnismäßig niedrig. So liegt Berlin zumindest für Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen im Gebühren-Ranking unter den 20 günstigsten Kommunen, wie eine veröffentlichte Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Zeitschrift "Eltern" ergab. Zum Beispiel bezahlt eine Berliner Familie mit einem Brutto-Jahreseinkommen von etwa 25.000 Euro im Durchschnitt 144 Euro im Jahr für zwei Kinder. Für eine Familie mit mittlerem Jahreseinkommen von bis zu 45.000 Euro fallen durchschnittlich 700 Euro für zwei Kinder an.

Demgegenüber ergab die Untersuchung, dass Familien mit hohem Einkommen in Berliner Kitas im Vergleich viel stärker zur Kasse gebeten werden. Bei einem Brutto-Jahreseinkommen von rund 80.000 Euro kostet der Jahresbeitrag für zwei Kinder im Schnitt 1804 Euro, womit Berlin im mittleren Bereich der Städte liegt. Dagegen bleibt in Berlin wie auch im Saarland, in Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz das letzte Kindergartenjahr kostenfrei.

Im Vergleich erheben in Deutschland die nördlichen Kommunen durchschnittlich höhere Elternbeiträge als die südlichen. Als Testsieger gilt die Stadt Heilbronn, die seit dem 1. Januar 2008 komplett auf Elternbeiträge verzichtet. Bundesweit haben Kinder derzeit vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt einen Anspruch auf den Besuch einer Tageseinrichtung. (tbe/ddp)

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