Tarifkampf : Briefträger streiken

Verdi ruft bei der Post für den Abend zum Ausstand auf. Millionen Briefe bleiben liegen. Die Gewerkschaft fordert sieben Prozent mehr Lohn.

BerlinFür den Abend ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Brief- und Paketzusteller in Berlin und Brandenburg zu Arbeitsniederlegungen auf. In einen befristeten Ausstand sollen die Mitarbeiter der Post-Briefzentren in Berlin-Tempelhof, Hennigsdorf, Stahnsdorf und Schönefeld treten.

Hintergrund des Kurzstreiks seien die schleppenden Tarifverhandlungen zur Beschäftigungssicherung und Beibehaltung der Arbeitszeit, erklärte Verdi. Die Gewerkschaft fordert sieben Prozent mehr Lohn für die nächsten 12 Monate. "In den Betrieben herrscht erhebliche Unruhe angesichts der Verweigerungshaltung des Arbeitgebers", sagte Verdi-Verhandlunsgführerin Benita Unger.

In der laufenden Tarifrunde will Verdi betriebsbedingte Kündigungen bei den 130.000 Beschäftigten bis Mitte 2011 verhindern. Außerdem hat die Gewerkschaft das Ziel, eine Arbeitszeitverkürzung für Mitarbeiter von zehn Tagen pro Jahr durchsetzen.

Die vierte Verhandlungsrunde soll am Donnerstag und Freitag in Düsseldorf stattfinden.Nach Einschätzung der Gewerkschaft werden durch die Streikmaßnahmen knapp drei Millionen Briefe und etwa 180.000 Pakete in der Region später verschickt. (hah/ho/ddp)

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