Tarifkonflikt : In Kitas wird wieder gestreikt

Berliner Eltern müssen sich am Mittwoch und Donnerstag wieder auf geschlossene Kindertagesstätten und Horte einstellen. Gleich sechs Bezirke sind von den ganztägigen Arbeitsniederlegungen betroffen.

BerlinVor dem Pankower Rathaus demonstrierten am Mittwoch 1000 Streikende des öffentlichen Dienstes und bekräftigten so die Forderungen der Gewerkschaften nach Gehaltserhöhungen erneut. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes Beschäftigte in Kita-Eigenbetriebe und den sozialpädagogischen Einrichtungen der Schulen zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Nach Angaben eines Verdi-Sprechers blieb etwa ein Drittel der Kitas geschlossen, in anderen wurden Notdienste eingerichtet. Betroffen sind die Bezirke Reinickendorf, Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf, Pankow, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg.

Auch die Bürgerämter waren aufgerufen in den Ausstand zu treten und folgten der Aufforderung. Nach Angaben des Sprechers soll es auch hier zu erheblichen Einschränkungen gekommen sein. Die Streiks in den verschiedenen Bezirken sollen am Donnerstag fortgesetzt werden, geplant ist auch eine Kundgebung vor dem Rathaus Charlottenburg.

Die Gewerkschaften lehnen den Vorschlag des Senats über Einmalzahlungen in Höhe von 450 Euro ab. Sie fordern eine prozentuale Erhöhung der Monatseinkommen von mindestens 2,9 Prozent und drei Einmalzahlungen in Höhe von je 300 Euro. (imo/jg/ddp)

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