Tarifkonflikt : Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Für den 19. September rufen die Gewerkschaften die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu Warnstreiks auf. Beteiligte gehen davon aus, dass der Konflikt sich verschärfen wird. Allein 4.500 Lehrer könnten in den Ausstand treten.

Michael Stürzenhofecker

BerlinObwohl das Land Berlin 2003 aus der Tarifgemeinschaft ausgetreten ist, können weiter Lohnforderungen an das Land gestellt werden. So wurde es im Berliner Anwendungstarifvertrag vereinbart. Die beteiligten Gewerkschaften Verdi, GEW, GdP und IG BAU haben nun für die Verhandlungen mit dem Berliner Senat eine gemeinsame Verhandlungskommission gebildet, die Einmalzahlungen in Höhe von drei Mal 300 Euro fordert.

Diese Einmalzahlungen seien in den vergangenen Jahren in den anderen Bundesländern ausgezahlt worden. Die Berliner Beschäftigten seien bisher von Einkommensanpassungen ausgespart worden. Da der Senat kein akzeptables Angebot vorgelegt habe, geht Verdi von einer Verschärfung des Konflikts aus. Auf einer Pressekonferenz heute Morgen riefen die Gewerkschaften Polizisten, Angestellte in Kindertagesstätten, angestellte Lehrer und Mitarbeiter der Verwaltung für kommenden Mittwoch zu Warnstreiks von Schichtbeginn bis elf Uhr auf.

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