Tarifstreit bei der BVG : Frist läuft ab - Verdi wartet noch auf Angebot der Arbeitgeber

Die Gewerkschaft Verdi fordert weiter eine Gehaltserhöhung für alle Beschäftigten. Ob in der kommenden Woche wieder Busse und U-Bahnen still stehen, ist noch offen.

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Die Berliner müssen weiter bangen: Streikt die BVG demnächst wieder oder nicht? - Foto:dpa

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bekräftigte am Donnerstag die Forderung nach einem Einlenken der Arbeitgeber im Tarifkonflikt. "Wir hoffen, dass ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt wird, das Gehaltserhöhungen für alle Beschäftigten vorsieht", sagte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann. Die dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) gesetzte Frist endet am Freitag um 12 Uhr.

Sollte die Arbeitgeberseite sich verweigern, seien erneute Warnstreiks in der nächsten Woche nicht ausgeschlossen, sagte der Sprecher. Die Beschäftigten der BVG hatten bereits am Freitag vergangener Woche mit einem 39-stündigen Ausstand den Nahverkehr bei Bussen, U- und Straßenbahnen lahmgelegt.

Bis zum späten Donnerstagnachmittag lag noch keine neue Offerte der Arbeitgeber vor. "Wir werden Verdis Brief beantworten", sagte KAV-Sprecherin Mona Finder. Es gebe jedoch bereits ein Angebot, über das noch verhandelt werden sollte. Zugleich betonte die Sprecherin, dass die sogenannten Altbeschäftigten der BVG im bundesweiten Vergleich des öffentlichen Nahverkehrs "überdurchschnittlich gut verdienen".

Am Montag wird die gemeinsame Tarifkommission über das weitere Vorgehen beraten. Die Gewerkschaft fordert für die rund 12.200 Beschäftigten der BVG und des Tochterunternehmens Berlin Transport (BT) bis zu zwölf Prozent mehr Lohn und Gehalt. Dagegen will das hoch verschuldete Unternehmen nur den seit 2005 neu eingestellten Mitarbeitern mehr zahlen. (ut/ddp)

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