Tarifstreit : Streik schränkt Bahnverkehr in Berlin ein

Der Streik der Lokführergewerkschaft wird am Freitag den Bahnverkehr erheblich beeinflussen. Vor allem morgens könnten Fahrgäste vor ärgerliche Tatsachen gestellt werden. Im Internet kann man sich über Ersatzfahrpläne informieren.

BerlinBerliner und Brandenburger müssen sich am Freitag auf massive Einschränkungen im Fern- und Regionalverkehr der Deutschen Bahn (DB) einstellen. Wegen des von der Lokführergewerkschaft GDL angekündigten Streiks richtet die DB bundesweit einen Ersatzverkehr ein, wie ein Bahn-Sprecher sagte.

Das bedeute auch für die Region Berlin-Brandenburg vor allem im Regionalverkehr ab 3/4 Uhr einen "sehr eingeschränkten" Betrieb. Der Sprecher empfahl den Bahn-Kunden, "sehr viel Zeit" mitzubringen und andere Verkehrsmittel zu nutzen. "Wir bemühen uns, so gut es geht gegenzusteuern, aber Einschränkungen sind nicht zu vermeiden." Die Ersatzfahrpläne wurden ins Internet eingestellt (www.bahn.de).

Zwischen 4 und 11 Uhr fahren die Bahnen im 20-Minuten-Takt

Die Berliner S-Bahn fährt nach eigenen Angaben ab 04 Uhr auf allen Linien im 20-Minuten-Takt. Nach voraussichtlichem Ende des Streiks ab 11 Uhr sei die S-Bahn bemüht, wieder zu den herkömmlichen Takt-Zeiten zu fahren, erklärte ein Unternehmens-Sprecher. Es müsste aber den ganzen Tag mit Verzögerungen gerechnet werden. Zu kürzeren Takt-Zeiten könnte es im Nord-Süd-Tunnel, auf der Stadtbahn und auf der Ringbahn kommen, da dort mehrere Linien zusammenträfen, ergänzte der Sprecher.

Weitere Informationen können die Bahn-Kunden auf der Internetseite des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (www.vbbonline.de) beziehen.

Die GDL will mit dem Streik einen eigenständigen Tarifvertrag durchsetzen, der Entgelt und Arbeitszeit für Lokführer regelt. Die Gewerkschaft fordert deutlich höhere Einstiegsgehälter von mindestens 2500 Euro. Beides lehnt die Bahn ab. Derzeit liegen die Einstiegsgehälter bei 1970 Euro brutto. Hinzu kommen monatlich mehrere Hundert Euro an Zulagen. (mit ddp)

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