Theaterstreit : Hochhuth wirft Peymann "Unehrlichkeit" vor

Der Streit zwischen Dramatiker Rolf Hochhuth Theaterintendant Claus Peymann eskaliert in Berlin. Hochhuth hat eine heftige verbale Attacke geritten und erklärt: "Die Senatsmafia fliegt raus".

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Die Kontrahenten: Rolf Hochhuth (l.) und Claus Peymann. -Fotos: dpa

Im Streit um die Nutzung des Berliner Ensembles hat der Dramatiker Rolf Hochhuth den Theaterintendanten Claus Peymann heftig attackiert. "Herr Peymann ist die Unehrlichkeit in Person", wetterte Hochhuth am Freitag vor der Bühne. "Ich bitte Sie, das zu drucken, damit er mich anzeigt." Der Dramatiker, der über eine Stiftung Besitzer des Theaters am Schiffbauerdamm ist, will dem Senat, der Mieter ist, kündigen. "Natürlich fliegt die Senatsmafia raus!"

Das Land Berlin erwirkte nach dem Wutausbruch des Dramatikers über eine Anwältin einen neuen Gerichtsbeschluss, dem zufolge Hochhuth seinen Anspruch auf die Theaternutzung erst einmal nicht durchsetzen kann. Hochhuths Anwalt, der CDU-Kulturpolitiker Uwe Lehmann-Brauns, appellierte in Richtung der Journalisten, die Worte des Dramatikers nicht auf die Goldwaage zu legen.

Hochhuth hat laut Vertrag das Recht, im Sommer das Theater zu nutzen. An der Bühne laufen derzeit Bauarbeiten. Darin sieht Hochhuths Anwalt eine Vertragsverletzung, das Theater müsse Hochhuth zur Verfügung gestellt werden. Die Einstweilige Verfügung dazu soll am 13. August verhandelt werden. Hochhuth will am Berliner Ensemble sein Stück "Sommer 14" aufführen, derzeit probt er dafür an der Akademie der Künste im Hanseatenweg. (ae/dpa)

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