Umfragen : Berlin: Rot-Rot ohne Mehrheit

Im Stimmungstief: Würde morgen gewählt, kämen SPD und Linke in Berlin zusammen auf 44 Prozent - zu wenig, um eine eigene Regierung stellen zu können. Dagegen wäre etwa eine Jamaika-Koalition plötzlich möglich.

Die rot-rote Koalition hat derzeit in Berlin laut einer Umfrage keine eigenständige Mehrheit mehr. Wenn am Sonntag ein neues Abgeordnetenhaus gewählt würde, kämen SPD und Linkspartei gemeinsam auf 44 Prozent der Stimmen, die Opposition von CDU, FDP und Grünen zusammen jedoch auf 47 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der "Berliner Zeitung". In der Zeit zwischen dem 14. und 24. April wurden 1204 Berliner befragt.

Die SPD liegt derzeit bei 28 Prozent - und würde dabei von jeweils 28 Prozent der West- und der Ost-Berliner gewählt. Die Linke kommt berlinweit auf 16 Prozent (Ost: 32 Prozent, West: 5 Prozent). Die CDU erreicht 23 Prozent (West: 30 Prozent, Ost: 14 Prozent). Die Grünen liegen bei 16 Prozent (West: 20 Prozent, Ost: 10 Prozent). Die FDP kommt auf acht Prozent (West: 8 Prozent, Ost: 7 Prozent). Bei einem solchen Wahlergebnis wären mehrere Koalitionen möglich: eine rot-rot-grüne Koalition, ein Jamaika-Bündnis aus CDU, FDP und Grünen, eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP oder auch eine große Koalition. (jvo/ddp)

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