Urabstimmung : 85,4 Prozent für Streik im öffentlichen Dienst

Die Ergebnisse der Urabstimmung von Freitag liegen vor und verheißen nichts Gutes: Die Berliner müssen sich auf einen Streik der Landesbeschäftigten im öffentlichen Dienst einstellen.

BerlinBei einer Urabstimmung haben sich 85,4 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für einen Arbeitskampf ausgesprochen, wie Verdi am Montag mitteilte. Notwendig waren 75 Prozent. Die Abstimmung war am Freitag zu Ende gegangen.

Die Verhandlungsführerin und Berliner Verdi-Vizechefin Astrid Westhoff sagte, dass man den Arbeitskampf langsam beginnen und dann allmählich steigern wolle. Die Berliner sollten nicht mehr als notwendig getroffen werden. Der Streik beginne am Mittwoch zur Nachtschicht mit dem Objektschutz und den Gefangenensammelstellen der Polizei. Es sei damit zu rechnen, dass sich ab Donnerstag die Ordnungs- und Bürgerämter anschließen. Falls der Senat sich dann immer noch nicht bewege, würden Erzieher in Schulen und Kitas folgen.

Von einem unbefristeten Ausstand der Landesangestellten wären unter anderem die landeseigenen Kindergärten, Ordnungs- und Bezirksämter sowie der Zentrale Objektschutz und die Gefangenensammelstellen der Polizei betroffen.

In dem Tarifkonflikt fordern Verdi, GdP, GEW und IG Bau drei Einmalzahlungen von je 300 Euro und eine Gehaltserhöhung von 2,9 Prozent. Der Senat lehnt dies ab und verweist unter anderem auf die weiter angespannte Haushaltslage. (imo/ddp)

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