Verkehrsausschuss : Dach am Hauptbahnhof soll länger werden

Der Verkehrsausschuss des Bundestags hat sich am Mittwoch für die Verlängerung des Daches am Berliner Hauptbahnhof ausgesprochen. Nicht zuletzt soll diese Maßnahme auch einen "Zugewinn" für die Fahrgäste bringen.

BerlinVertreter von Union und SPD betonten, die Verlängerung auf die ursprünglich geplanten 450 Meter sei aus architektonischen und baukulturellen Gründen wichtig. Der damit einhergehende Lärmschutz führe zudem zu einer Aufwertung des gesamten Bahnhofsareals als Wohngebiet. Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte 2001 mit seinen Vorstandskollegen entschieden, dass das Bahnhofsdach mit 320 Metern Länge nur verkürzt gebaut wird, um den Hauptbahnhof noch vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 eröffnen zu können.

Einer Machbarkeitsstudie eines Ingenieurbüros im Auftrag des Verkehrsministeriums zufolge sollen die Baumaßnahmen höchstens drei Monate dauern. Während dieser Zeit müsste die Ost-West-Trasse für den Fern-, Regional- und S-Bahnverkehr gesperrt werden. Die Kosten für das Projekt werden mit 53 Millionen Euro beziffert.

Vorteil für Fahrgäste?

Der Berliner CDU-Landesvorsitzende und Verkehrsexperte in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingo Schmitt, sagte, die Ausbaumaßnahme wäre ein großer Zugewinn für die Fahrgäste. Alle könnten dann bei längeren Zügen unter der Überdachung wettergeschützt warten. Schmitt fügte hinzu, glücklicherweise habe der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) noch rechtzeitig die Bedeutung dieses Projekts erkannt und seinen Verkehrspolitikern aus der Koalition die "rote Karte" gezeigt.

Wowereit hatte alle Bemühungen begrüßt, die Verlängerung des Daches am Hauptbahnhof doch noch vorzunehmen. Die verkehrspolitischen Sprecher von SPD und Linke im Abgeordnetenhaus, Christian Gaebler und Jutta Matuschek, lehnen das Projekt ab. (dm/ddp)

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