Volksbegehren : Pro Reli rechnet mit weit mehr als 200.000 Stimmen

Kurz vor Ende der Frist waren noch einmal viele Helfer unterwegs, um den Religionsunterricht wieder als Wahlpflichtfach einzuführen. Bischof Huber wünscht sich nun Gespräche mit dem Senat, um einen teuren Volksentscheid zu vermeiden.

Pro Reli
Ausgerechnet Bananen. Unterstützerinnen des Volksbegehrens für den Religionsunterricht. -Foto: Günter Peters

„Ich bin überzeugt, dass wir am Mittwoch eine positive Überraschung erleben“, prophezeit Christoph Lehmann. Der Vorsitzende des Volksbegehrens „Pro Reli“ rechnet damit, dass „weit mehr als 200 000 Stimmen“ für die Einführung eines Wahlpflichtfachs Ethik/Religion ab der 1. Klasse gesammelt wurden. „Am Wochenende sind noch einmal viele Unterschriften hinzu-, vor allem aber auch sehr viele Listen zurückgekommen“, sagte er am Sonntag dem Tagesspiegel.

So sei bei den gestrigen Gottesdiensten noch einmal auf das Volksbegehren hingewiesen worden. Pro-Reli-Unterstützer, darunter viele Lehrer und Schüler, waren am Wochenende auf Plätzen in Charlottenburg, Wilmersdorf, Reinickendorf und Neukölln, aber auch in vielen U-Bahnen unterwegs, um Unterschriften zu erhalten. „Viele haben ihre Listen noch zu Hause, wollen bis zum letzten Tag sammeln“, sagt Lehmann.

Für das Volksbegehren zur Umwandlung des bisher freiwilligen Religionsunterrichts in ein Wahlpflichtfach müssen bis Mittwoch 170 000 Stimmen vorliegen. 195 000 waren bereits bis zur vergangenen Woche zusammengekommen. Obwohl noch nicht alle auf ihre Gültigkeit überprüft wurden, gilt ein Erfolg als sicher. Bischof Wolfgang Huber hatte deshalb am Sonnabend den Senat zu Gesprächen aufgefordert, um einen teuren Volksentscheid zu vermeiden. das

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