Von Umzug bedroht : Wowereit kämpft für die Galerie C/O

Klaus Wowereit will für die Galerie C/O einen Aufschub erreichen. Die Fotogalerie soll bis zum Ende März ausziehen, da das Gebäude verkauft wurde. Doch das kaiserliche Postfuhramt leer stehen zu lassen, sei Blödsinn, sagte Wowereit

Soll bald nicht mehr die Galerie C/O beherbergen: Das kaiserliche Postfuhramt.
Soll bald nicht mehr die Galerie C/O beherbergen: Das kaiserliche Postfuhramt.Foto: ddp

Berlins Regierender Bürgermeister will einen Aufschub für die vom Umzug bedrohte Galerie C/O erreichen. Es sei „absurd und blödsinnig“, der Fotogalerie für Ende März 2011 zu kündigen, wenn das neue Projekt nicht direkt anschließend begonnen werde, sagte Wowereit am Donnerstagabend bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Hauses. „Dass vielleicht ein Jahr Leerstand herrscht zwischen dem Auszug von C/O und dem neuen Baubeginn, ist schizophren.“ Die Galerie gilt als eine der wichtigsten Adressen für Fotokunst in Deutschland. „Die Fotografie hat dadurch einen anderen Stellenwert bekommen“, sagte Wowereit.

Sie muss aber 2011 ihre Räume im ehemaligen kaiserlichen Postfuhramt in der Oranienburger Straße räumen. Das Privatgebäude wurde an eine israelische Investorengruppe verkauft. Die Galerie sucht einen neuen Standort in Berlins Mitte mit rund 2500 Quadratmetern Fläche.   Ihren Geburtstag feierte die Galerie mit einer Ausstellung von Fotografen der legendären Agentur Magnum. Bis zum 19. September sind unter dem Titel „Shifting Media“ 150 Werke zu sehen, darunter von Größen wie Robert Capa und Henri Cartier-Bresson. 2009 kamen 110 000 Besucher zu einer großen Annie-Leibovitz-Schau. Unter den Gästen der Feier war auch der Rock-Musiker und Schauspieler Marius Müller- Westernhagen. dpa

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