Wirtschaftsfördergesellschaften : Fusion Berlins und Brandenburgs gefordert

Die Wirtschaftsfördergesellschaften von Berlin und Brandenburg sollen stärker miteinander kooperieren. Vor allem die Fusion der Zukunftsagentur Brandenburg und der Berlin Partner wird ins Auge gefasst.

Jungshanns
Ulrich Junghanns: Brandenburgs CDU-Chef und Wirtschaftsminister. -Foto: ddp

BerlinIn Brandenburg und Berlin bestehen weiterhin unterschiedliche Auffassungen über eine mögliche Fusion der Wirtschaftsfördergesellschaften beider Länder. Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf (Die Linke) und Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) sprachen sich deshalb zunächst für die Bildung eines gemeinsamen Dachs der Wirtschaftsfördergesellschaften aus.

Es sei wichtig, die Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) und die Berlin Partner GmbH zu vereinigen, unterstrich Junghanns in Berlin. Beide Länder hätten sich 2005 die gemeinsame Aufgabe gestellt, die beiden Gesellschaften zusammenzuführen. Die Bildung eines Lenkungsgremiums sei ein weiterer Schritt zur Vertiefung der Kooperation. "Die Wirtschaft handelt nicht gegeneinander, wie die Politik manchmal artikuliert", betonte der Minister.

Wolf betonte hingegen, ohne Fusionsperspektive der beiden Länder sei das Verschmelzen der beiden Institutionen zu einer Einrichtung kein gangbarer Weg. Sinnvoll sei zunächst die Gründung eines gemeinsamen Lenkungsgremiums.

In einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zur wirtschaftlichen Verflechtung zwischen Berlin und Brandenburg haben sich Unternehmen und Netzwerkmanager für eine "einheitliche Wirtschaftsförderung" ausgesprochen. Dazu zähle auch eine einheitliche Behandlung von Förderentscheidungen sowie eine gemeinsame Vermarktung des Standortes Berlin-Brandenburg. Überdies erwarteten viele Unternehmen von einer Fusion der beiden Bundesländer "generell positive Effekte für die Wirtschaftsentwicklung der Region". (mit ddp)

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