Wowereits Dienstwagen : Breite Reifen ohne Bodenhaftung

Bei der Wahl des Dienstwagens geht es nicht nur um Beinfreiheit: Werner van Bebber erwartet mehr automobiles Feingefühl vom Regierenden Bürgermeister.

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Nichts gegen die zusätzliche Beinfreiheit, die sich der Regierende im Dienst-BMW genehmigt hat. Er verbringt viel Zeit im Auto, er ist ein Mann der Lässigkeit und braucht Raum, um sich zu lassen – da sollte man ihm die 14 Extra-Zentimeter im Radstand der Limousine gönnen, zumal Berlin verkehrsmäßig öfter eine Zumutung darstellt.

Aber der lange Rest des Autos ist ein Beweis dafür, dass die Legislaturperiode mit fünf Jahren einfach zu lange dauert. Fünf Jahre – da können sich ein Mann und sein Wahlvolk schon sehr voneinander entfernen und entfremden. Erst fehlte es Rot-Rot allgemein an Ideen. Dann lernte man den „Wir-sind-hier-nicht-in-Haiti“-Klaus kennen, den der Ärger der Leute über den grönlandesken Zustand der Stadt im Winter 2009/10 kaltließ.

Hinzu kam der fliegende Wowereit, den der neue Flughafen nur als betongewordenes Versprechen einer Jobmaschine interessierte, während sich viele tausend Leute in Sachen Fluglärm belogen fühlten. Jetzt fährt er mit 407 PS seinen rot-roten Senat in Sachen Kohlendioxid in die Negativ-Bilanz. Noch ein Beispiel für mangelnde Bodenhaftung, trotz breiter Reifen.

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