Berlin : Landessportbund: Empfehlung an die Vereine: "Kaufen"

pen

Dicht gedrängt saßen die Interessenten am Dienstagabend im "Haus des Sports" an der Jesse-Owens-Allee und hörten sich eine glasklare Empfehlung des Landessportbunds an: "Jetzt kaufen". Nämlich "bevor politische Veränderungen kommen", wie der Abteilungsleiter Sportstätten im LSB, Peter Hahn, gestern noch einmal sagte. Gerichtet ist die Empfehlung an 90 Sportvereine der Stadt, die ihre Grundstücke jetzt verbilligt bei der öffentlichen Hand erwerben können. An der letzten Veranstaltung zu dem Thema nahmen auch der Staatssekretär der Finanzverwaltung Hugo Holzinger und der Geschäftsführer des Liegenschaftsfonds Uwe Hammer teil. Der Fonds wird demnächst also die ersten Millionen für die notleidende Landeskasse einnehmen.

Sanieren wird er den Etat allerdings nicht. Die Einnahmen werden im Millionen-Rahmen bleiben. 90 Vereine wollen 86 Grundstücke kaufen - mit Größen zwischen 1000 und 4000 Quadratmetern. Der Musterkaufvertrag liegt vor und hat die Zustimmung des Landessportbunds gefunden - ein "Kompromiss", wie Hahn sagt. Dies allerdings auch für den Finanzsenator, denn verlangt wird von den Vereinen nur ein Viertel des Bodenrichtwertes. Für Wassersportgrundstücke sind das 75 bis 125 Mark, bei anderen Flächen zwischen 20 und 75 Mark pro Quadratmeter.

"Sehr viele West-Vereine werden wahrscheinlich kaufen", sagt Hahn. Allein 38 der Interessenten sind Segel-Clubs. Einige haben bei ihren Mitgliedern bereits Kapital gesammelt. Der Verkauf ist an die Gemeinnützigkeit gebunden. Fällt sie weg, kann das Land Berlin zum alten Preis zurückkaufen. Weiterverkauf ist ausgeschlossen.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben