Berlin : Landesvertretung von Rheinland-Pfalz: Eine neue Spitze nahe dem Potsdamer Platz

C. v. L.

Der SWR ist mit einer Fernseh-Live-Übertragung dabei, ein Quintett spielt den Jäger aus Kurpfalz, ein kurzer Film stellt Rheinland-Pfälzer in Berlin vor, und Ministerpräsident Kurt Beck wird 200 geladene Gäste begrüßen, allen voran den Bundespräsidenten Johannes Rau: Am Montag kommt politisches und gesellschaftliches Leben in die Baustellen-Landschaft zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor. Rheinland-Pfalz eröffnet In den Ministergärten 6 seine Landesvertretung. Rund 42 Millionen Mark wurden in das Grundstück und den Neubau investiert, 50 Beschäftige werden hier ihre Büros beziehen, ferner gibt es Räume für Ausstellungen und Repräsentation. Die Dachterrasse ist bepflanzt, vier Stockwerke tiefer wird ein Weinkeller eingerichtet.

Mit den fast fertigen Nachbarn Saarland, Schleswig-Holstein und Niedersachsen teilten sich die Pfälzer die Baugrube, man wird gemeinsam die Tiefgarage nutzen, den Garten und die Haustechnik. Den Neubau prägen Naturstein aus der Eifel und Holz aus der Pfalz. Entworfen wurde das Gebäude vom Stuttgarter Architektenbüro Heinle, Wischer & Partner, den Siegern eines europaweiten Wettbewerbs. Für Ministerpräsident Kurt Beck ist der Neubau "ein weiteres Stück Hauptstadt in der Mitte Berlins". Die Vertretung steht auf einem Gelände, auf dem einst wichtige Ministerien des Deutschen Reiches, Hitlers Reichskanzlei und später die Mauer standen. Bald wird an den Neubau die Holocaust-Gedenkstätte grenzen. Karl-Heinz Klär, der Landesbevollmächtigte, spricht von einem Ort der Erinnerung und der Mahnung. Die Landesvertretungen aber dokumentierten auch das Gelingen der Demokratie.

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