Lange Nacht der Museen : Fotos und Plakate zum 25. Jubiläum

Die Lange Nacht der Museen feiert sich auch selbst: mit einer Ausstellung zum 25. Jubiläum. Unter dem Motto „Nächtliche Impressionen“ werden im Deutschen Historischen Museum die Plakate aller bisherigen Langen Nächte und über hundert Bilder zu sehen sein.

„Hoffentlich erkennt mich keiner“, dachte Volker Hassemer, Initiator der ersten Langen Nacht, als er an einem kalten, verregneten Januarabend des Jahres 1997 in der langen Besucherschlange vor dem Alten Museum stand. War es am Ende eine Schnapsidee gewesen, die Berliner Museen zu dieser nächtlichen Sonderöffnung zu überreden?

Nein, war es nicht. Nicht vor 13 Jahren und heute immer noch nicht. Keiner der Anstehenden murrte damals, trotz Regen, Kälte und langer Wartezeit. Alle freuten sich auf das ungewöhnliche Erlebnis: Nachts im Museum! Seitdem haben rund 4 Millionen Menschen die Veranstaltung besucht, die zwei Mal im Jahr stattfindet – und morgen ihr 25. Jubiläum feiert.

Grund genug, die vergangenen Jahre in einer Jubiläumsausstellung Revue passieren zu lassen. Unter dem Motto „Nächtliche Impressionen“ werden im Deutschen Historischen Museum die Plakate aller bisherigen Langen Nächte und über hundert Bilder, vor allem von Fotograf Sergej Horovitz, zu sehen sein. Sie zeigen Menschenschlangen, staunende Kinder, skurrile Objekte und in Gedanken versunkene Betrachter. „Für einen Fotografen ist die Lange Nacht natürlich eine Herausforderung“, sagt Projektleiter Wolf Kühnelt. „Dunkelheit, Bewegung, nicht groß Zeit zum Ausleuchten.“ Doch gerade diese Mischung aus experimentellen und anrührenden Bildern mache den Reiz der Fotos aus. Sehen kann man sie in der Langen Nacht – und noch bis zum 5. September. (sizo)

- „Nächtliche Impressionen“, Deutsches Historisches Museum, Schlüterhof.

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