Berlin : Langes Shopping noch unklar

Händler sind mit Umstellung bis Advent überfordert

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Viele Berliner Händler freuen sich über die gestiegenen Chancen, dass der Ladenschluss in der Stadt rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft entfällt und sogar an den Adventssonntagen verkauft werden darf – doch die Planungszeit wird knapp. Nur das Kulturkaufhaus Dussmann in der Friedrichstraße kündigte an, „sofort und ohne Probleme“ sonntags öffnen zu können. Es verkauft bereits seit 1998 an sechs Wochentagen bis 22 Uhr.

Die Potsdamer Platz Arkaden teilten mit, den dortigen Läden sei es unmöglich, „von einem Tag auf den anderen“ zu reagieren. „So kann man nicht mit Mitarbeitern umgehen“, sagte Centermanager Thomas Sänger. Die erlaubten Zeiten müssten vier Wochen vorher klar sein. Bisher planen die Arkaden, anlässlich des Festes „Winterwelt Potsdamer Platz“ an den Adventssonnabenden bis 22 Uhr zu öffnen. Der KaDeWe-Betriebsrat hält zusätzliche Verkaufszeiten kurzfristig für kaum machbar. Manager Klaus Gennrich vom Designzentrum Stilwerk kann sich den Verkauf an einem der vier Adventssonntage vorstellen. Mehr „schaffen wir nicht“; anspruchsvolle Einrichtungsläden könnten keine Aushilfen einsetzen. In jedem Fall will das Stilwerk im Dezember sonnabends bis 20 Uhr öffnen.

Die Verwirklichung des Senatsbeschlusses hängt aber von der Entscheidung des Abgeordnetenhauses ab. Eine Zustimmung noch in diesem Jahr ist wahrscheinlich. Werktags sollen Läden künftig rund um die Uhr öffnen dürfen, hinzu kommen einige Sonntagsverkäufe. CD

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