Gemeinsam sind sie schnell : Tagesspiegel-Lauftreff gestartet

Auf der blauen Bahn des Olympiastadions bewegen sich alle fröhlich im Kreisverkehr. Manche joggen erzählend über die Bahn, andere haben es ein bisschen eiliger und laufen Runde um Runde für sich.

Friedhard Teuffel

Die Jüngsten sind unter zwanzig, der älteste Läufer 74 Jahre alt. Ein paar Tage bevor einige der besten Leichtathleten der Welt beim Istaf um den Sieg rennen, gehört das Olympiastadion ganz der sportlichen Basis. Mit mehr als 150 Teilnehmern ist der Tagesspiegel-Lauftreff jetzt gestartet, die neue Laufgruppe von Lesern des Tagesspiegels.

Worum es geht, erklärt Fernando Dimeo den Teilnehmern schon am Stadiontor: "Sie sollen durch Laufen gesund bleiben und sie sollen das Laufen genießen. Die Leistung kommt dann von ganz alleine." Dimeo leitet die Sportmedizin an der Charité und ist für die ärztliche Betreuung des Lauftreffs zuständig. Die Gruppe der fortgeschrittenen Läufer hat schon ihre Erfahrungen gesammelt, was Laufen bedeuten kann. Sie wird von der Berliner Lauflegende Bernd Hübner betreut, der als Einziger bei allen Berlin-Marathons mitgelaufen ist. Doch eingeladen waren für den Lauftreff besonders auch Anfänger, die den Nutzen des Laufens erst noch kennenlernen wollen.

Für Sportmediziner Dimeo ist Laufen ein bewährtes Mittel gegen Bluthochdruck, Übergewicht oder einfach nur schlechte Laune. In welchen Dosen das Mittel Laufen eingesetzt wird, dafür sind beim Tagesspiegel-Lauftreff unter anderem Marco Haida und Matthias Carli zuständig, sie sind Personal Trainer im Aspria Fitnessclub. "Es bringt nichts, zwei Wochen Vollgas zu geben und dann in den Seilen zu hängen", sagt Haida, "wir wollen jedes Mal ein kleines bisschen mehr laufen." Diese schrittweise Steigerung hat auch ein gemeinsames Ziel: den 10-Kilometer-Lauf von "Berlin läuft" am 12. Oktober. Von null auf zehn in fünf Monaten - eine gut gelaunte Gruppe und die blaue Bahn des Olympiastadions machen das Durchhalten sicher leichter.

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