Berlin : "Leben im All": Vom Imax in die Raumstation

Lo.

Wer pfiffig war, hatte sich schon an der Garderobe vom Discovery-Channel Imax-Theater am Marlene-Dietrich-Platz so ein helles, rundes, durchsichtiges Ding aus einem Behälter genommen - der kleine Ball entpuppte sich als raffiniertes High-Tech-Spielzeug, das rot glühte und krächzende Töne von sich gab, wenn man es auf die Erde warf. So war für Stimmung gesorgt, bevor es zum eigentlichen Ereignis ins aufsteigende Amphitheater ging. Dort fühlten sich die Berliner mit Menschen aus 150 Ländern verbunden, eine große Weltraum-Familie gewissermaßen, denn an diesem Abend lief gleichzeitig (in 32 Sprachen) der Film "Internationale Raumstation - Leben im All" zur Hauptsendezeit - in Deutschland und Österreich auf Premiere World. Der Film ist eine spannende Dokumentation über die neue Ära der Raumfahrt mit jener im Bau befindlichen Raumstation, die, so groß wie ein Fußballstadion, eines Tages im Jahre 2006 nach Mond und Venus das dritthellste Objekt am Nachthimmel sein wird. Der Zuschauer wurde Zeuge des Aufbaues der Station, die in einer Entfernung von 350 Kilometer alle 90 Minuten die Erde umkreist. Als Zeuge in diesem fliegenden Stern, an dem Spezialisten aus 16 Staaten beteiligt sind, kommentierte Astronaut Thomas Reiter die Arbeiten im All, und aus eigener Erfahrung bezeichnete er die Außenbordeinsätze als Knochenarbeit - "alles andere als ein Weltrraumspaziergang"!

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