Lebensmittelkontrolle : Nestlé stoppt Verkauf aller Disney-Becher

Die Nürnberger Nestlé-Schöller AG hat sofort nach Bekanntwerden der Berliner Laborergebnisse zu fehlerhaften Kindereisbechern sämtliche dieser Disney-Produkte vorsorglich aus dem Verkehr gezogen. Die Ergebnisse weiterer Teste werden nach Ostern erwartet.

Somit wurde nicht nur der Verkauf des „Disney Princess“-Koffers, sondern auch der des Donald-Duck-Bechers und der des Spielzeugautos mit Eis gestoppt. Nestlé-Sprecherin Jutta Bednarz sagte, es liefen aufwendige Testreihen, um zu prüfen, wo der Fehler liege. Die Ergebnisse des Nürnberger Landeslabors würden nach Ostern erwartet.

Wie berichtet, hatte sich ein vierjähriges Mädchen aus Neukölln beim Essen des Erdbeereises verletzt, als ein spitzer Plastiksplitter in ihrem Hals stecken blieb, der sich vom Rand des Bechers gelöst hatte. Das für Lebensmittelsicherheit zuständige Ordnungsamt Neukölln veranlasste daraufhin, dass vier Eisbecher im Landeslabor untersucht wurden – an dreien davon fanden sich lose, teils spitze Plastikteile am Becherrand. Der im bayerischen Landeslabor für die Lebensmittelüberwachung zuständige Fachmann Klaus Distler sagte, man habe noch am Freitag nach Bekanntwerden der Verletzungsgefahr eine EU-weite Schnellwarnung herausgegeben. In Deutschland gebe es rund 1250 Verkaufsstellen wie Indoor-Spielplätze, Tankstellen und Freizeitparks, die Nestlé teils mit persönlichen Anrufen unverzüglich über den Verkaufsstopp informierte.

Die Nestlé-Geschäftsführung hat sich jetzt mit den Eltern des Mädchens in Verbindung gesetzt, sich entschuldigt und nach dem Befinden des Kindes erkundigt. Es hat den Unfall gut überstanden. kög

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