Berlin : Leck im Antarktis-Gehege

Aus der neuen Pinguin-Anlage im Berliner Zoo tropft es

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Am 28. Juni war sie noch feierlich eröffnet worden, die neue Anlage für Robben und Pinguine des Berliner Zoos. Mit Wellenanlage, steinernem Sprungturm, viel Wasser zum Schwimmen und Schneekanone. Alles was die Herzen von Pinguinen, Seelöwen, Seehunden und Seebären erfreut. Allein 15 Frackträger bewohnen die Anlage auf dem Gelände des ehemaligen Flusspferdhauses. Und nun das: Aus dem Becken des 19,3 Mio Euro teuren Pinguingeheges „Antarktis“ tropft es. Die Panzerglassichtscheiben können den 240Kubikmetern Wasser nicht ganz standhalten.

Zwar besteht keine Gefahr für Besucher und Tiere, doch Zoo-Vorstand Heiner Klös ist verärgert. Er macht die Firma F. R. Hauk Stahl und Leichtmetallbau GmbH für den Schaden verantwortlich. Für die Königspinguine sei dies „die Krönung der Baumaßnahme, denn das ist ein gravierendes Ding, weil es die Bausubstanz betrifft“, ärgert sich Klös. Provisorisch sind jetzt DIN A 6-große Metallscheiben mit Silikon verklebt worden. Zoo-Direktor Jürgen Lange will die Königspinguine nicht in einen 45 Quadratmeter großen Kühlcontainer umsetzen lassen, sondern bis zum Januar warten, wenn die Zweifüßler in die Außenanlage umziehen.

Die Anlage war von privaten Spendern und der Klassenlotterie finanziert worden. Zudem stellten sich drei Saaldiener des Deutschen Bundestages als Paten für die Pinguine zu Verfügung. Das Bauprojekt war das größte und aufwendigste, das der Zoo je unternommen hat. cha

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