Leckere  LÄDEN : Leckere  LÄDEN

Von Genussmenschen für Genießer:Neues und neu Entdecktes.

von
ESPRESSOBAR Drei Räume, ein Tresen. Und Sebastian Burger sorgt für den schnellen Koffein-Flash. Foto: Mike Wolff
ESPRESSOBAR Drei Räume, ein Tresen. Und Sebastian Burger sorgt für den schnellen Koffein-Flash. Foto: Mike Wolff

Welche Mühe, einen guten Cappuccino zu finden! Die meisten sind entweder überteuert und bitter, oder sie schmecken labbrig wie eine verzwergte Latte macchiato. Wer lange sucht, findet indessen diesen kleinen, völlig unprätentiösen Laden in der Keithstraße, nur ein paar Schritte vom KaDeWe entfernt: die – kann man es simpler sagen? – „Espressobar“. Drei Räume, eine Bar für den schnellen Koffein-Flash vorn, dahinter ein Raum mit Barhockern und einer mit Ledersofas, das ist alles.

Der Sozialwissenschaftler Andreas Sadde-Grewohl hat sich mit dem Fotografen Björn Balcke zusammengetan, um das mit dem Kaffee professionell anzugehen. Das Programm, das die beiden mit trockenem Humor darbieten, ist so unspektakulär wie der Rahmen. Es gibt die üblichen Klassiker, aber keine exaltierten Kompositionen, und diese Klassiker sind perfekt, zudem vernünftig kalkuliert: Der Cappuccino kostet 2,40 Euro.

Der Kaffee, den die beiden in langen Sitzungen gefunden haben, kommt auch aus Berlin: der Arabica-Mix von „Passenger Espresso“ aus Kreuzberg, einem Ableger der berühmten neuseeländischen Kaffeekultur. Auch das, was es sonst noch so gibt in der Espressobar, ist mit Anspruch ausgesucht: Das Frühstücksgebäck wird direkt aus dem KaDeWe geliefert, die Focaccia mit Gemüse und Pecorino machen die beiden selbst, es gibt feinen Schokokuchen und neuerdings auch hausgemachte Salate für den Mittagshunger. Was alle ist, ist alle – und Schluss ist, wenn die Büromenschen aus der Umgebung nach Hause gehen. Bernd Matthies

Keithstr. 5, Schöneberg, Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr, www.espressobar.cc

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben