Berlin : LEGAL ILLEGAL

Wildkunst in Wild-Ost. Foto: Promo
Wildkunst in Wild-Ost. Foto: Promo

Kampfrufe von den Plakatwänden, Werbeslogans, Wahlslogans. Grinsebacken und Marktschreier. Die Stadt als Kundeninfo. So sehr wir – zumindest

einige von uns – manchmal diejenigen bewundern, die dieses bunte Rauschen

mit Graffiti stören, so sehr wir dann und wann schmunzeln, wenn einem Plakatgesicht mit schwarzer Farbe ein

Zahn ausgeschlagen wird – selbst täten

wir so was nie. Den öffentlichen Raum verunstalten? In den Wahlkampf eingreifen? Lieber nicht. Deshalb freuen wir uns, dass wir nichts riskieren, wenn wir in dieser Ausgabe von Mehr Berlin die Farbflächen des Künstlers Arno Brandlhuber präsentieren. Und dabei nicht Gefahr laufen, am nächsten Morgen in einer Pressemitteilung der Berliner Polizei vorzukommen, gemeinsam mit anderen Schmierern, Schelmen und Vandalen.

Wie die fünf Kleberlein, die mit Brandlhuber-Farbpostern am Abend des 9. August ... Aber lesen und sehen Sie selbst:

„Die Polizei hat in der vergangenen Nacht zehn Personen auf frischer Tat beim Zerstören von Wahlplakaten ertappt. Die Personalien wurden festgestellt und Strafverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet.

In der Chausseestraße in Wannsee haben Polizeibeamte gegen 19 Uhr einen 17-Jährigen gestellt, als er gerade ein Wahlplakat von einer Laterne herunterriss. Drei Männer im Alter von 29, 33 und 50 Jahren und zwei Frauen im Alter von 27 und 42 Jahren haben in der Torstraße in Mitte mehrere Wahlplakate überklebt und behaupteten, als sie gegen 21 Uhr 35 von der Polizei gestoppt wurden, es handele sich um eine Kunstaktion.

Bei dem Einsatz kam es zu einem Unfall, als ein Polizeifahrzeug stoppte und ein Stück zurücksetzen wollte. Es gab eine Kollision mit einem Pkw, wobei leichter Sachschaden entstand.

Die 38-jährige Fahrerin klagte über Rückenschmerzen. (...)“

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