Berlin : Lehrer stellte auch anderen Mädchen nach 53-Jähriger kündigte Geständnis an

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Er schien der Lehrer zu sein, der sich nach vielen Jahren im Dienst in eine 14jährige Schülerin verliebte und ein Verhältnis begann. Eine verbotene, aber einmalige Beziehung. Doch Sandra (Name geändert) war offensichtlich nicht die einzige. Im Prozess gegen den Studienrat sagte mit Melanie (Name geändert) gestern eine weitere Schülerin des Neuköllner Gymnasiums: „Er wollte mich umarmen, hielt mal meine Hand, schrieb mir SMS mit Andeutungen auf intime Dinge.“

Der inzwischen vom Dienst suspendierte Wolfgang S. muss sich wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen verantworten. Zwischen 2001 und 2002 soll er mit Sandra über 150 Mal intim gewesen sein. Sie sagte, dass es mit der allein erziehenden Mutter Probleme gegeben habe. Wolfgang S. hörte ihr wie ein verständnisvoller Vater zu und ging dann wie der Geliebte mit ihr ins Bett.

Auch Melanie ist ein Trennungskind. Sie hatte bei S. Informatikunterricht. „Er hörte mir zu“, sagte sie. Er schrieb ihr SMS-Botschaften wie „Denke nur noch an dich“ oder „L. dich, kann es aber nicht sagen.“ S. soll hellhörig geworden sein, wenn von Schülerinnen in einem bestimmten Alter die Rede war. Lebten sie ohne Vater und gab es Probleme mit der Mutter, soll er sie in eine Datei aufgenommen haben. Während er zu Prozessbeginn schwieg, kündigte er für Dienstag ein Geständnis an. Von der Strafhöhe hängt ab, ob er seinen Beamtenstatus und seine Pensionsansprüche retten kann. K.G.

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